Ich liebe Weihnachtsmärkte und ihren Duft. Diese besinnliche Mischung aus Zimtstern, Fondue und frittierten Frühlingsrollen. Da geht mir das Lebkuchenherz auf! Was gibts Romantischeres, als mit kalten Füssen in Pfützen zu stehen und sich von Leuten mit riesigen Einkaufstaschen anrempeln zu lassen? In stimmungsvoller Kulisse, umringt von Rudolphs, die mit der Nase wackeln können, und epileptisch blinkenden Rentieren. Weihnachtsmärkte sind eine christliche Tradition: An jeder Ecke wird Wasser in Glühwein umgewandelt. Restbestände aus dem Wallis, die Denner auch nach dem fünften Preisabschlag nicht übernehmen wollte. Nächstenliebe mit Nelken drin! Gegen das flaue Gefühl im Magen helfen Marzipan- oder Kürbis-Likör. Angeregt von der schönen Stimmung, kaufe ich hier auch meine Geschenke: Talismane, Trommeln, Amulette, australische Wurfhölzer, indische Räucherstäbchen und Penisse aus Schokolade. Meine Liebsten werden sich freuen.