Seit Tagen verspürt Obama wieder die Lust auf Zigaretten. Vor fünf Jahren hatte er aufgehört, pünktlich zum Amtsantritt. Da war er ein gefeierter Hoffnungsträger und die Vorschusslorbeeren wurden ihm förmlich nachgeschmissen, sogar in Form eines Friedensnobelpreises. Heute ist er ergraut und Präsident einer beinahe bankrotten Supermacht. Ehrlich gesagt: Den „Change“ hat er sich anders vorgestellt.

Nur einmal war er rückfällig geworden: Am G20-Gipfel in Pittsburgh teilte er sich heimlich eine Zigarette mit Silvio Berlusconi. Der Cavaliere war sehr betrübt und klagte, das Einzige, was während seiner Zeit als Ministerpräsident stärker wachse als sein Haupthaar, sei die Staatsverschuldung. Obama hatte genickt und Berlusconi um ein Minzbonbon gebeten, damit Michelle den Rauch nicht riechen würde.

Schnell klebt er sich jetzt ein Nikotinpflaster auf den Arm und löffelt sein Müesli aus. Im Gegensatz zu ihm hat Michelle ihre Gesundheitsreform erfolgreich durchgebracht.

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