Sein Leben bietet Stoff für einen Blockbuster und zwei Sequels. 2006 von den saftigen Wiesen seiner Heimat ins Rampenlicht gezerrt, wurde er schnell zum Star. Ebenso souverän auf dem roten Teppich wie an der Schützen-Chilbi in Hinterfultigen. Jeder wollte sich mit ihm ablichten lassen, ob Parteisoldat oder Bundesrat. Symbol der Freiheit für die einen, Hassobjekt für die anderen, kurz: ein Spielball politischer Mächte. Von Aktivisten entführt, tagelang gefangen gehalten und schliesslich kahl geschoren im Wald ausgesetzt. Selbst Amnesty eilte nicht zu Hilfe, sondern kochte seinen Kopf für eine Kampagne in einem Topf. Andere kriegen für weniger einen Friedensnobelpreis. Jetzt ist Zottel alt und wird ersetzt von einem billigen Chinesen, der kein Futter braucht. Warum so wenig Dank für das beliebte Parteimaskottchen? Offenbar hat man gemerkt, dass Zottel doch kein echter SVPler war. Sonst wäre er niemals schon nach acht Jahren zurückgetreten.

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