In dieser Kolumne geht es um Hirnlappen. Und auch ein bisschen um Wein. Man traut den Wallisern ja mittlerweile einiges zu, aber neben den Enthüllungen um den Weinhändler Giroud wirkt selbst Christian Constantin wie ein Klosterschüler. Da wird billiger Fendant in teuren Flaschen verkauft, ein Cyberhacker spioniert Journalisten aus, und die Pius-Brüder geben ihre geheimen Ordensregeln preis: Wasser predigen und Wein panschen. Erfreut ist nur die Weinkontrollstelle in Zürich. Endlich wurde die Formel gefunden, Fendant trinkbar zu machen! Ebenfalls eine Lösungsformel bräuchte der blamierte Nachrichtendienst, aber ganz ­offensichtlich wird auch er von Flaschen regiert. Der ganze Skandal ist bisher ohne personelle Konsequenzen geblieben, was die alte Weinkenner-­Regel bestätigt: Der Charakter zeigt sich beim ­Abgang. Was das alles mit Hirnlappen zu tun hat, fragen Sie sich? Natürlich nichts. Aber ich konnte mir so ­Ihrer Aufmerksamkeit ­sicher sein. Prost!

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