Im Europaparlament sitzen neu 30 Prozent EU-Gegner, darunter nicht wenige Satiriker und Anarchisten aus Spassparteien. Die isländische Hauptstadt Reykjavik wurde die letzten vier Jahre von einem Komiker und seinen Punk-Freunden regiert. Vor Amtsantritt versprachen sie Tatenlosigkeit, das Brechen jedes Wahlversprechens und einen Eisbär für den örtlichen Zoo. Und siehe da, Island erholte sich prächtig von der Krise und ist wirtschaftlich im Aufschwung. Offenbar funktioniert es auch ohne Politiker und Experten. Ein Modell für die Schweiz? Da dürfte Chris von Rohr als Landwirtschaftsminister seinen Mist dazugeben, Matthias Hüppi könnte als VBS-Vorsteher jede Niederlage schönreden, und Roger Federer kennt das Rezept zur Sanierung der AHV: viele Kinder. Abstimmungswochenenden sähen auch beim SRF anders aus: Claude Longchamp würde durch einen Muotathaler Wetterschmöcker ersetzt und die Elefantenrunde von Franco Knie dirigiert.

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