Micheline Calmy-Rey kauft sich also für drei Millionen eine Villa in Genf. Unverschämt, finden viele. Für eine stramme Sozialdemokratin ­gehöre sich das nicht. Madame Ex-Bundesrätin solle das Geld lieber denen geben, die es nötig haben. Zum Beispiel die Cervelat! Die Kultwurst, ohne die kein Sommer vorstellbar ist, soll 15 Rappen teurer werden. Zu Beginn der Grillsaison eine echte Schocknachricht. Mit drei Millionen könnte Calmy-Rey 12 Millionen Cervelats subventionieren, das sind für jeden Schweizer 1.49 Cervelats zum bisherigen Preis. Oder sie könnte die drei Millionen in einen PR-Berater für Ueli Maurer investieren. Der macht im Vorfeld der Gripen-Abstimmung gerade alles falsch: In der «Rundschau» ausrasten und Frauenwitze aus der Mottenkiste zerren, ganz zu schweigen vom Malheur mit dem schwedischen Botschafter. Wobei Calmy-Rey ihm statt mit Geld lieber mit guten Ratschlägen zur Seite stehen würde: Mit Fettnäpfchen kennt sie sich schliesslich bestens aus.

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