Während die Welt diskutiert, wie gefährlich Putin ist und ob eine Neuauflage des kalten Krieges drohe, hat Bern seine eigene, kleine Russlandkrise. Die einst herzigen Bärchen Misha und Masha, ein Geschenk Medwedews, sind in Wahrheit gewalttätige Problembären. Mishas Bärenpsychiater stellte die Diagnose „soziale Defizite aufgrund einer schwierigen Kindheit“, Mischa und Masha seien offensichtlich überfordert mit der Elternrolle. Doch was tun? Präventiv wegsperren? Teuer therapieren?

„Skandalöse Kuscheljustiz“, rufen die Rechten, „kriminelle Ausländer sollen nicht vom Steuerzahlers durchgefüttert werden!“. Die Linken fordern eine Familientherapie und den Umzug an einen russenfreundlicheren Ort. Beispielsweise St. Moritz. Während Europa und Amerika noch grübeln, ob dem Aggressor aus dem Osten militärisch oder diplomatisch beizukommen sei, wird die Sache in Bern nach alter Bauernsitte geregelt: Dem russischen Macho werden einfach die Eier abgeschnitten.

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