Ein Drittel aller Jugendlichen wünscht sich einen strengen Führer. Das zeigt die Extremismus-Studie der ZHAW. Die hat erstmals geklärt, wie verbreitet autoritäre Neigungen unter Schweizer Jugendlichen sind. Die 17- und 18-Jährigen verlangen mehr Repression und sehnen sich nach einer Führer-Figur, die uns genau sagt, was wir zu tun haben. Früher stand der Diktator mit Stock vorne an der Tafel, heute weht in den Schulstuben immer noch ein 68er-Lüftchen. Muss man das radikal umkehren? Brauchen Jugendliche neue Kinderbücher? Zum Beispiel «Globi bei der Stasi». Oder «Jim Knopf und Lukas der Führer». Ohne Lokomotive. Und müsste man die Forderung nach einer Senkung des Stimmrechts auf 16 Jahren nochmals überdenken? Immerhin wurde endlich klar, warum sich Jugendliche von unserer Regierung nicht vertreten fühlen. Von den sieben Bundesräten müssten mindestens zwei Diktatoren sein. Am 5. Dezember hat das Parlament die Gelegenheit zur Korrektur.

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