Kaum fiel die Mindestkurs-Bindung, stürzten sich die Schweizer an die Schalter und Bankomaten. Allerdings war es dort schwieriger billige Euros zu kriegen, als in der ehemaligen DDR Bananen. Wovon die europäische Zentralbank lange träumte, schaffte Thomas Jordan: Euros waren begehrter als AC/DC-Tickets! Kurz nach Schalterschluss tauchten die heiss gehandelten Scheine bereits auf eBay auf. Gerüchteweise zahlten Schweizer auf dem Schwarzmarkt bis zu 2 Franken für 1 Euro, um am kollektiven Konstanzer-Ausverkaufs-Event teilnehmen zu können. Die SBB stellte Extrazüge bereit und ein Saubannerzug, der „Reclaim the Streets“ in Zürich wie ein Räbeliechtli-Umzug aussehen liess, bewegte sich in die grenznahen Innenstädte um die Geschäfte zu plündern.

Während die Konstanzer Detailhändler jubeln, jammert unsere Tourismusbranche – allerdings ohne Grund. Mit dem Extra-Konjunkturprogramm aus der Schweiz können sich Deutsche nun jede Menge Ferien bei uns leisten.

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