Streetfood ist der Trend des Jahres! Exotische Köstlichkeiten direkt vom Foodtruck scheinen von Zürich City bis Hintertupfingen ein grosses Bedürfnis zu sein. Mir schlägt schon die Vorstellung an Mitesser mit orange-fettiger Marinade an Händen und Gesichtern auf den Magen – noch bevor ich lila Süsskartoffeln, Wasabi-Majo und fermentierte koreanische Gewürzpaste aus Klebreismehl probiert habe.

Während man in Asien die Not zur Tugend gemacht hat, finden wir es total lässig, auf der Strasse zu essen. Woher kommt der Wunsch, etwas vom Strassenrand einer staubigen Strasse zu essen? Weil man dann weiss, warum die Marinade so knusprig ist? Streetfood-Hipster-Beizen schiessen jedenfalls wie gebratene Shiitake-Pilze aus dem Boden. Beim Essen scheint der Schweizer dem Fremden aufgeschlossen. Ob Kangaroo-Burger, Wagyu-Fleisch, gegrillte Heuschrecken oder Maden. Dabei müsste man für gebratenen Hund nicht weit suchen. Den gibts auch im Appenzell.