Letzte Woche lieferten sich Johann Schneider-Ammann und Doris Leuthard ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den schnellsten Rücktritt. Als könnten sie es kaum erwarten, endlich der Landesregierung zu entkommen. Dass der behäbige Langenthaler gegen die dynamische Strahle-Frau gewann, war die vorerst letzte Pointe. Als Satirikerin bedaure ich den Abgang von Schneider-Ammann ausserordentlich.

Er war in den letzten Jahren der zuverlässigste Pointen-Lieferant in diesem Land. Und ein bisschen graut es mir auch vor all den arbeitslosen Schneider-Ammann-Imitatoren auf Arbeitsämtern und Erzähl-Onkeln im Altersheim. Noch besteht aber eine kleine Chance, dass Schneider-Ammann bleibt. Bei seinem Abgang waren die Journalisten begeistert: Nie vorher habe man einen so wachen und entspannten Wirtschaftsminister erlebt. Bei so viel Energie und Verve des Magistraten muss befürchtet werden, dass er am Ende noch in der Dopingprobe hängen bleibt.