Wahltag ist Zahltag? Das war mal. Trotzdem ist FDP-Nationalrat Walter Müller überzeugt, das Reisli auf Kosten des kasachischen Politikers Peruaschew habe ihn überhaupt nicht beeinflusst. Dafür brauche es schon mehr! Also mehr als 60 000 Franken für Hotel, Business-Class-Flug und Honorare für die PR-Firma? Typisch «Hochpreisinsel», dachte Peruaschew damals. Da waren die rund 7000 Franken für einen Vorstoss zur Demokratisierung Kasachstans durch Christa Markwalder ein Schnäppchen. Deutschland ist empört: Es hat Millionen für Steuer-CDs hingeblättert, und Markwalder gibt Infos für einen Dumpingpreis weiter. Auch die italienische Regierung wurde auf unser Talent im Nationalrat aufmerksam. So schnell und, sagen wir mal, unbürokratisch Vorstösse lancieren – che brava! Ein Transferangebot liegt auf dem Tisch. Und wenn es in unserem Parlament so weitergeht, müssen wir bald Kasachstan anfragen, was sie für den Demokratisierungsprozess der Schweiz tun können.

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