Christa Rigozzi ist lesbisch. Glauben Sie mir nicht? Ich bitte Sie, das liegt auf der Hand. Schauen Sie mal die Bilder ihrer Kinder an. Zwillinge, sag ich nur.

Jawoll, Zwillinge! Jeder weiss, dass künstliche Befruchtung die Wahrscheinlichkeit auf Zwillinge erhöht. Und das Foto, das sie kurz nach der Geburt aus dem Kreisssaal gepostet hat, erinnern Sie sich? So frisch und perfekt geschminkt sieht man nicht aus, wenn man soeben Zwillinge geboren hat. Ich sag nur: Leihmutter. Und erst ihr Mann, dieser Typ mit den gezupften Brauen. Was ist er von Beruf: Innendekorateur. Na, klingelts? Klarer Fall von einem Arrangement. So wie bei schwulen Bundesliga-Fussballern, oder wie bei Helene Fischer und diesem Silberfisch.

Falls Sie sich jetzt fragen, ob ich einen an der Waffel habe. Ja, aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe Ihnen soeben die erste Zutat für eine gute Verschwörungstheorie serviert: den Zweifel. Sie werden mir meine hirnrissige Theorie zu Rigozzi jetzt nicht glauben, aber das nächste Mal, wenn Sie beim Arzt sind und im Wartezimmer eine Schweizer Illustrierte durchblättern, werden Sie die Homestory aus dem Hause Rigozzi viel genauer studieren. Mit leicht geneigtem Kopf die gezupften Augenbrauen des Herrn Rigozzi anstarren und dann werden Sie denken: «Hm …» Das reicht mir schon.

Klar werden Sie jetzt sagen, die sexuelle Orientierung einer Ex-Miss-Schweiz sei so wurscht wie die Frage, wer aktueller Trainer des FC Sion ist. Warten Sie, wir sind mit Rigozzi ja erst bei der zweiten Zutat zu einer guten Verschwörungstheorie: ein Promi! Sonst interessiert Ihr Hirngespinst ja keine Sau. Noch wichtiger als ein Promi ist allerdings eine mächtige Organisation. Die uns steuert, die wir aber nicht kontrollieren können. CIA oder Mossad sind die Evergreens. Aber wir können hier auch ein bisschen kreativ sein und zum Beispiel auf Swissness setzen. Nehmen wir die UBS, oder noch besser, die Cembra Money Bank. Wer ist deren langjähriges Werbegesicht? Aha! Merken Sie was? Das ist der Moment, wo Sie laut sagen: «Das kann kein Zufall sein!»

Die Cembra Money Bank, von deren Werbeplakat die Rigozzi immer so schön lächelt, ist ein nicht über alle Zweifel erhabenes Kreditinstitut mit Sitz in Zürich. Dieser Laden gehörte bis Mai ’15 den Amerikanern, wurde dann verkauft. Womit auch dem Dümmsten klar sein dürfte, dass es hier eine klare Verbindung zur CIA gibt. Es bleibt die Frage, warum bisher niemand ausser Ihnen dieser ungeheuerlichen Wahrheit auf die Schliche gekommen ist? Weil es die Cembra Money Bank verhindert. Und das konnte sie, weil sie fast sämtliche Medien in diesem Land kontrolliert! Glauben Sie nicht? Gut, graben wir tiefer. Welches sind die Hauszeitungen von Rigozzi, die jeden Schritt der Tessinerin medial begleiten? Blick und Schweizer Illustrierte, also Ringier. Wer moderiert den Swisscom Business Award? Rigozzi. Und wer hat damals die Miss-Schweiz-Wahl übertragen? Richtig, das SRF. Und jetzt überlegen Sie mal, Swisscom, Ringier, SRF. Ich sag nur Admeira-Deal. Die umstrittene Werbevermarktungsfirma. Deren Chef Bertrand Jungo war zuvor elf Jahre CEO von Manor. Und jetzt kommts. Wer hat jahrelang als Schaufensterdekorateur bei Manor gearbeitet? Herr Rigozzi, die gezupfte Braue!

Die versammelte Lügenpresse der Schweiz steckt also mit drin und manipuliert uns! Oder warum würde sonst eine Ex-Miss-Schweiz die Arena moderieren? Die Sendung, in der alle unsere Politiker zu Gast sind? Na also, jetzt dämmerts! Die Macht dieser Drahtzieher reicht hinauf bis unter die Bundeshauskuppel. Christa Rigozzi mit ihrem keimfreien «Happy Family»-Image ist in Wahrheit Dreh- und Angelpunkt einer ungeheuerlichen Verschwörung. Kontrolliert von Admeira und Manor und vertuscht von der Schweizer Illustrierten.

Denken Sie in Ruhe drüber nach. Aber set­zen Sie vorher den Aluhut auf. Ich geh mir unterdessen die Augenbrauen zupfen.