Erschienen im Kultur-Tipp, Nr. 18/15

Die schlechte Schulnote war garantiert, als mein neunjähriges Patenkind bei der Prüfungsfrage «Nenne einen bekannten Schweizer Künstler» «Marco Rima» auf sein Blatt schrieb. Der korrigierte Test kam sogar mit einem Kommentar versehen zurück: «Künst- ler, nicht Komiker!», stand da in Rot und doppelt unterstrichen.

Zwischen Kunst und Komik gibt es offen- bar einen gewaltigen Unterschied. Warum eigentlich? Ein rostiger Hafenkran ist sub- versive Kunst, ein Stück Seife an der Art Basel, angeblich aus Berlusconis Arschfett gefertigt, ein ironischer Kommentar zur Gegenwart, aber Comedy ist nicht ernst zu nehmen?

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